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Gegen das Vergessen

Kranzniederlegung zur Erinnerung an Frieda und Julius Magnus

Öffentliche Veranstaltung im Innenhof des Jüdischen Museums


Anlässlich des 80. Todestages von Julius Magnus (21.07.1942), dem letzten Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Rendsburg, und seiner Ehefrau Frieda (19.07.1942) haben die Stadt Rendsburg und das Jüdische Museum am Donnerstag zu einer Kranzniederlegung durch Stadtpräsident Thomas Krabbes im Innenhof des Jüdischen Museums eingeladen. Daran teilgenommen haben auch Professor Dr. Dr. h.c. Claus von Carnap-Bornheim, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Landesmuseen, und Museumsleiter Jonas Kuhn. 

Hintergrund: Am 19. Juli 1942 müssen sich die letzten jüdischen Ehepaare in Rendsburg zur Deportation in das Ghettolager Theresienstadt melden. Während das Ehepaar Irma und Wilhelm Weinberger zum Bahnhof geht, wo sie von Polizisten erwartet werden, haben Frieda und Julius Magnus in ihrer Verzweiflung in der Nacht den Gashahn in ihrer Wohnung in der Rosenstraße 5 geöffnet. Frieda Magnus stirbt am 19. Juli, ihr Mann am 21. Juli. Im August wäre das einst so angesehene Paar 70 und 71 Jahre alt geworden.

Mit ihrem Tod endet die fast 250-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Rendsburg. Frieda Magnus, geb. Nathan, ist die letzte Nachkommin des Silbergraveurs Nathan Behrend, der seit 1782 auf dem jüdischen Friedhof in Westerrönfeld ruht. Ihr Mann, der Textilkaufmann und Gemeindevorsteher Julius Magnus, stammt aus Uelzen. 2006 sorgt der Freundeskreis des Jüdischen Museums für die Verlegung von „Stolpersteinen“ vor der Rosenstraße 5. Auch an der Gedenkwand im Innenhof des Jüdischen Museums wird an Frieda, Julius und ihren Sohn Kurt Magnus erinnert.

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