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Museum bekommt neue Leiterin

Eine neue Museumsleitung und 260.000 Euro für wissenschaftliche Arbeit: Die Weiterentwicklung des Jüdischen Museums in Rendsburg, die vor fünf Jahren mit der Erneuerung eines Teils der Dauerausstellung auf der Frauenempore ihren Anfang nahm, gewinnt weiter an Fahrt. 

Für die Umsetzung einer Neukonzeption ist es der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen gelungen, drei Förderzusagen zu erhalten. Sowohl die HERMANN REEMTSMASTIFTUNG als auch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, beide in Hamburg ansässig, beteiligen sich mit jeweils 100.000 Euro an der Entstehung einer neuen historischen Dauerausstellung in den Räumen der ehemaligen Talmud-Tora-Schule. Weitere 60.000 Euro erhält das Jüdische Museum von der Friede-Springer-Stiftung (Berlin) für die Realisierung des Projekts „Juden in Schleswig-Holstein 1945-1968“. 

Projektleiterin dieser erstmals ab Februar 2020 zu sehenden Ausstellung ist Claudia Kuhn (34), die ab April 2019 auch die Leitung des Museums übernimmt. Diese Aufgabe übernimmt sie von Dr. Carsten Fleischhauer, der nach vier Jahren in Rendsburg zurückkehrt auf die Museumsinsel nach Schleswig. Im Landesmuseum auf Schloss Gottorf übernimmt der stellvertretende Direktor zugleich die Leitung des Kupferstichkabinetts. Diese Position hat mehr als drei Jahrzehnte Dr. Thomas Gädeke ausgefüllt, der in den Ruhestand verabschiedet wird.

Claudia Kuhn hat am Jüdischen Museum ein zweijähriges wissenschaftliches Volontariat absolviert, an der CAU in Kiel legte sie 2016 ihren Master of Arts in Geschichte und Pädagogik ab, mit den Schwerpunkten Neueste Geschichte und Medienpädagogik. Im selben Jahr wurde sie ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten für die Abschlussarbeit „Ermittlungen eingestellt. Schleswig-holsteinische Schlussstrichpraxis in NS Verfahren der 1960er Jahre“.

Schon während des Studiums absolvierte Claudia Kuhn berufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten in den Gedenkstätten Majdanek, Buchenwald und Ravensbrück. Dort sammelte sie insbesondere Erfahrungen mit internationalen Gruppen, bestehend aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

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