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Holocaust-Gedenktag: Landespolizei legt Kranz auf jüdischem Friedhof nieder

Ein leises aber überaus eindrückliches Zeichen des Gedenkens anlässlich des heutigen internationalen Holocaust-Gedenktages hat die Landespolizei Schleswig-Holstein mit einer Kranzniederlegung am Grab des Rechtsanwaltes Friedrich Schumm auf dem jüdischen Friedhof in Westerrönfeld bei Rendsburg gesetzt.

In Begleitung von Igor Wolodarski, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, und dem evangelischen Seelsorger der Landespolizei, Christian Kiesbye, gedachte am Vormittag Landespolizeidirektor Michael Wilksen den Opfern des nationalsozialistischen Terrors. Für Wilksen, der 2019 einer Delegation der Polizei angehörte, die in Israel eine Kooperation mit der Gedenkstätte Yad Vashem vereinbarte, sei es an der Zeit gewesen, die Ermordung des jüdischen Anwalts Schumm 1933 durch SA und SS-Angehörige in einem Kieler Polizeigefängnis ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Nazi-Regimes hatte sich der Kieler Schumm, vor der SA auf der Flucht, der Polizei gestellt, weil er hoffte, dort Schutz zu finden. „Polizisten haben die Schergen aber nicht aufgehalten und die Mörder wurden für die Tat nie zur Rechenschafft gezogen“, erklärte Michael Wilksen anschließend im Rahmen einer kleinen Gesprächsrunde im historischen Betsaal des Jüdischen Museums in Rendsburg.

„Die Kranzniederlegung ist mehr als ein Symbol oder eine Geste, es ist mir ein persönliches Anliegen. Ein wesentliches Element des heutigen Selbstverständnisses einer demokratischen Bürgerpolizei und der werteorientierten Ausbildung, die diese Verpflichtung auf grundgesetzliche Werte wie Würde, Gleichheit und Freiheit vermittelt, ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte", betonte der Landespolizeidirektor. Das NS-Regime sei damals wesentlich von der Polizei gestützt worden und auch die Landespolizei habe sich in ihrer Gründungszeit noch weitgehend auf belastete Führungskräfte gestützt.

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