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Auszeichnung für Jüdisches Museum

Auf Schloss Eutin sind am 12. Dezember erneut sieben Museen aus Schleswig-Holstein mit dem Gütesiegel „Zertifiziertes Museum“ ausgezeichnet worden. Darunter ist auch das Jüdische Museum in Rendsburg, das der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen anghört. 

Die ausgezeichneten Museen haben sich über den Zeitraum von ein bis zwei Jahren einem intensiven Qualitätsmanagement gestellt. Auf ihrem Weg zum Zertifikat wurden sie von dem bewährten Team begleitet - der Leiterin der Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein, Dagmar Rösner, sowie den Fachberatern Dr. Brigitte Heise, Dr. Peter Thurmann, Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer und Prof. Dr. Rolf Wiese.

Ziel der Museumsberatung und -zertifizierung ist es, Schleswig-Holsteins Museen in ihrer Arbeit zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen. Um gesellschaftlich relevant zu bleiben, ist es neben den klassischen Museumsaufgaben heute erforderlich, gesellschaftliche Prozesse zu beobachten und sich auf die gewandelten Bedürfnisse der Besucher  einzustellen. 

Der Zertifizierungsprozess bedeutet noch einmal eine zusätzliche Arbeitsbelastung für das gesamte Museumsteam: ein umfassendes Museumskonzept muss geschrieben werden, Fortbildungen besucht und Mängel, die die Museumsberater festgestellt haben, müssen behoben werden. 

Die Museumsberatung und -zertifizierung wurde 2013 in Schleswig-Holstein eingeführt. Sie wird in Kooperation des Nordkollegs Rendsburg, des Landesverbandes der Volkshochschulen Hamburg e.V. und des Museumsverbands Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. durchgeführt und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in SchleswigHolstein sowie der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gefördert. 

"Unsere Stiftung ist froh zu sehen, dass die Museumsberatung und -zertifizierung sukzessive landesweit Wirkung zeigt. Im Unterschied zu unseren anderen Einzelförderungen an Museen und Ausstellungshäusern geht es hier um eine zukunftsorientierte, sinnvolle Struktur für die Museen im Lande. Wichtig ist, dass die positiven Umsetzungsergebnisse allen zugute kommen: den Trägern, den Museumsbeschäftigten, den Besucherinnen und Besuchern, wie auch der touristischen Vermarktung ganz allgemein“, so Dr. Bernd Brandes-Druba, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.
 
Die Erfolge der Museumszertifizierung sind in allen 32 bisher zertifizierten Museen deutlich  sichtbar. Immer mehr Kreise und Kommunen erkennen das wertvolle Potential ihrer Museen als gesellschaftliche Zentren, kulturtouristische Highlights und außerschulische Lernorte und melden diese für das Verfahren der Museumszertifizierung an, um sie zu optimieren und zukunftsfähig aufzustellen. 

Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schleswig-Holstein, gratulierte den ausgezeichneten Museen persönlich und betonte: „Auch unsere Museen müssen sich angesichts der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Veränderungen immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Die ‚Museumsberatung und -zertifizierung‘ will die Museen in ihrer Weitentwicklung unterstützen, sie in ihrer musealen Arbeit stärken und wettbewerbsfähig machen für den immer größer werdenden Konkurrenzkampf um Besucher und finanzielle Förderungen. Diese Beratung und das damit verbundene Qualitätsmanagement sind wichtige Elemente für die Zukunftssicherung der Museen. Ich freue mich sehr, dass es  gelungen ist, die Museumsberatung und -zertifizierung zu verstetigen.“

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