Corona-Pandemie

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Gerettet, aber nicht befreit

19.05.2020 - 20.06.2021

Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein im Frühsommer 1945. Der Krieg ist vorbei. Er hat tiefe Spuren im Land, in den Städten und in den Menschen hinterlassen. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Das gilt besonders für eine kleine Zahl von Menschen, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden verfolgt worden waren. In Lagern, auf Todesmärschen und in Verstecken werden sie nach Jahren in Angst und Schrecken gerettet. Frei leben können sie aber noch lange nicht. Sie sind oft schwerkrank, leben weiterhin in Lagern oder unter ärmlichen Bedingungen. Niemand empfängt sie mit offenen Armen. Niemand fühlt sich für sie verantwortlich. Niemand interessiert sich für ihre Geschichten.

Sie alle hoffen auf einen Neuanfang, hoffen darauf ihre Freunde und Verwandte wiederzusehen und hoffen auf Gerechtigkeit. Doch diese Hoffnungen werden oftmals bitter enttäuscht. Daher kommt für die meisten Menschen ein Bleiben in Deutschland nicht infrage. Sie wollen so schnell wie möglich weg. Doch das ist gar nicht so leicht. Viele warten jahrelang auf eine Möglichkeit zur Auswanderung. 

Wer in Schleswig-Holstein bleibt, der muss kämpfen. Kämpfen um das tägliche Überleben, kämpfen um 'Wiedergutmachung', kämpfen gegen den überall offen zu Tage tretenden Alltagsantisemitismus und kämpfen mit den Nationalsozialisten, die während der Nachkriegszeit in Schleswig-Holstein überall freundlich wieder integriert werden.

75 Jahre nach Kriegsende erzählen wir aus der Perspektive der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein erstmalig deren Geschichte(n). Hierfür haben wir über ein Jahr lang in verschiedenen Archiven in der gesamten Bundesrepublik und in privaten Sammlungen geforscht. Wir zeigen Bilder, Dokumente und Lebensgeschichten, die bislang völlig unbekannt waren und so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Sie sind schwer zu glauben, empörend und ergreifend. Durch das Engagement und die Unterstützung vieler Menschen ist es uns gelungen, in eine Zeit voller Widersprüche, etwas Licht zu bringen.

Der Katalog zur Ausstellung

Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein
20,- Euro

Katalog zur gleichnamigen Sonderausstellung im Jüdischen Museum in Rendsburg 2020/2021

Gerettet, aber nicht befreit. Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein

Die nächsten Termine der Ausstellung

Mitglieder des Zentralkomitees der befreiten Juden der britischen Zone in Bergen-Belsen 1947
Termin abgesagt
Termin abgesagt
Führung
Sonntagsführung
Sonderausstellung: "Gerettet, aber nicht befreit"
Sonntag 23.05.202114:00 Uhr
Jüdisches Museum
FührungFührung

„Gerettet, aber nicht befreit“

1945 kehren sie zurück. Schleswig-Holsteiner, die von den Nationalsozialisten als Juden verfolgt und verschleppt worden sind. Ihr Leben ist gerettet, doch frei leben können sie noch lange nicht. Sie sind oft schwerkrank, leben weiterhin in Lagern oder unter ärmlichen Bedingungen. Niemand empfängt sie mit offenen Armen. 75 Jahre nach Kriegsende erzählen wir aus der Perspektive der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein erstmalig deren Geschichte(n). In dieser Führung können Sie erfahren, wie die Verfolgten trotz vieler Hindernisse und Anfeindungen den Weg zurück ins Leben gefunden haben.

Besonders geeignet für:

Erwachsene, Jugendliche

Moderation

Annette Mörke

Veranstalter

Landesmuseen SH

Spezielle Hinweise

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es möglich, dass diese Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden muss oder in einem anderen Rahmen stattfindet. Bitte informieren Sie sich hier auf unserer Internetseite über aktuelle Änderungen oder kontaktieren Sie unseren Service:+49 (0) 4621 813 222, service@landesmuseen.sh. All unsere Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER

Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmerzahl

+49 (0) 4331 440 430, service@landesmuseen.sh oder online

Dauer

60 min.

Kosten

3 €
zzgl. Eintritt

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Peter Pogany-Wnendt
Termin abgesagt
Termin abgesagt
Vortrag
Seelische Wunden des Holocaust in uns
Vortrag über die Weitergabe von Erfahrungen von Krieg und Holocaust über mehrere Generationen
Sonntag 30.05.202115:00 Uhr
Jüdisches Museum

Wie gehe ich mit der Schuld meines Vaters um, der ein NS-Täter war? Was hat es mit mir gemacht, dass meine Eltern im Konzentrationslager gewesen sind? Prägt der Holocaust unsere Gesellschaft noch heute?

Weder Täter noch Überlebende waren aus unterschiedlichen Gründen in der Lage die zerbrochenen menschlichen Bindungen zwischen ihnen wiederherzustellen. Die Täter/Mittäter gaben die nicht eingestandenen Schuld- und Schamgefühle, die Überlebende das nicht verarbeitete Leid samt Schmerz und Ressentiments als unbewusstes seelisches Erbe an ihre Nachkommen weiter.

Wie können diese das potentiell destruktive Erbe gemeinsam handhaben? Was können sie tun, um die Feindschaft, die ihre Eltern und Großeltern ihnen unbewusst vererbt haben, zu überwinden? Wie die zerstörte Menschlichkeit wieder herstellen? Ausgehend von seiner eigenen Geschichte als jüdischer Nachkomme von Holocaust-Überlebenden geht Peter Pogany-Wnendt diesen Fragen in seinem Vortrag nach.

"Ich bin nicht sicher, ob ich wirklich lieben kann," rutschte Peter Pogany-Wnendt in einem Gespräch mit seiner jüdischen Mutter heraus. Seitdem befasst er sich mit der Frage der Menschlichkeit. Die Weitergabe von Holocaust-Traumata ist sein Lebensthema. In seinem Buch "Der Wert der Menschlichkeit. Psychologische Perspektiven für eine Humanisierung der Gesellschaft." entwickelt der jüdische Psychotherapeut ein psychologisches Konzept der Menschlichkeit. Mithilfe dieses Konzeptes und seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit dem transgenerationellen Erbe von Krieg und Holocaust geht er in seinem Vortrag diesen Fragen nach.

Peter Pogany-Wnendt ist niedergelassener Psychotherapeut in Köln. Er ist 1. Vorsitzender des Arbeitskreises für integenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH e.V.

Besonders geeignet für:

Erwachsene, Jugendliche

Moderation

Peter Pogany-Wnendt, Facharzt für Psychotherapeuthische Medizin und Psychiatrie

Veranstalter

Landesmuseen SH

Spezielle Hinweise

Aufgrund der Corona-Pandemie ist es möglich, dass diese Veranstaltung kurzfristig abgesagt werden muss oder in einem anderen Rahmen stattfindet. Bitte informieren Sie sich hier auf unserer Internetseite über aktuelle Änderungen oder kontaktieren Sie unseren Service:+49 (0) 4621 813 222, service@landesmuseen.sh. All unsere Informationen und Vorschriften zum Thema Corona finden Sie HIER

Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmerzahl

+49 (0) 4331 440 430, service@landesmuseen.sh oder online

Dauer

90 min.

Kosten

3

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Online-Vortrag: Sehen wir uns wieder?
Vortrag
Online-Vortrag: Sehen wir uns wieder?
Erfahren Sie während unseres spannenden Online-Vortrages etwas über Angehörigensuche nach dem Zweiten Weltkrieg.
Mittwoch 09.06.202119:00 Uhr
Jüdisches Museum
Anmeldung empfohlenAnmeldung empfohlen

Frühjahr 1945: Das nationalsozialistische Regime war besiegt. Für die Alliierten begann eine Zeit neuer Herausforderungen, darunter die Versorgung von Millionen Opfern der NS-Verfolgung. Viele sorgten sich um das Wohl von Angehörigen und Bekannten, zu denen sie teils vor Jahren den Kontakt verloren hatten. Die Siegermächte waren jedoch zunächst überfordert vom Ausmaß der Verfolgung, und Informationen ließen sich oft nur aus NS-Dokumenten gewinnen, die nun millionenfach gesammelt und ausgewertet werden mussten.

Vor diesem Hintergrund schritten Überlebende selbst zur Tat, indem sie nach dem Krieg aktiv suchten und dokumentierten. Unterstützt wurden sie dabei von teils neuen und teils erfahrenen Organisationen. Die bedeutsame Rolle von Überlebenden steht im Mittelpunkt des Vortrags - der auch zeigen soll, wie die Arbeit von Verfolgten im Bereich der Schicksalsklärung und Dokumentation der NS-Verbrechen bis heute nachwirkt.

Besonders geeignet für:

Erwachsene, Jugendliche

Moderation

Dr. Christian Höschler, Arolsen Archives

Veranstalter

Landesmuseen SH

Spezielle Hinweise

Unsere Online-Führung findet über die Videokonferenz-Plattform ZOOM statt. Bitte melden Sie sich zunächst über unseren Besucherservice für diese Veranstaltung an. Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie von uns eine E-Mail mit einem Zugangslink und allen weiteren technischen Informationen.

Anmeldung empfohlen, begrenzte Teilnehmerzahl

+49 (0) 4331 440 430, service@landesmuseen.sh oder online

Dauer

90 min.

Kosten

Eintritt frei

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